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Thema

Probezeit und Kündigung in der Ausbildung (§§ 20, 22 BBiG)

Wie lange die Probezeit in der Ausbildung dauert und wer wann kündigen darf: §§ 20 und 22 BBiG mit Fristen, Form und Rechenbeispiel.
Stand 26.09.20262 Min. Lesezeit4 Übungsfragen

Darum geht es

Die Probezeit ist die Kennenlernphase der Ausbildung. Betrieb und Auszubildende prüfen, ob sie zueinander passen. Deshalb kann in dieser Zeit jede Seite ohne Frist kündigen. Danach wird der Ausbildungsvertrag sehr stabil: Der Betrieb kann nur noch aus wichtigem Grund kündigen.

In der AEVO-Prüfung gehört das Thema zu Handlungsfeld 3, weil du die Probezeit auch gestalten sollst: mit Einarbeitung, Patenschaft und Gesprächen, die zeigen, wo die auszubildende Person steht.

Kernwissen

  • Dauer (§ 20 BBiG): Die Ausbildung beginnt mit der Probezeit. Sie dauert mindestens einen und höchstens vier Monate.
  • Kündigung in der Probezeit (§ 22 Abs. 1): jederzeit, ohne Einhalten einer Kündigungsfrist, durch beide Seiten.
  • Nach der Probezeit (§ 22 Abs. 2): nur aus wichtigem Grund ohne Frist – oder durch die auszubildende Person mit einer Frist von vier Wochen, wenn sie die Ausbildung aufgeben oder sich für einen anderen Beruf ausbilden lassen will.
  • Form (§ 22 Abs. 3): Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, nach der Probezeit unter Angabe der Gründe. Eine E-Mail oder Messenger-Nachricht genügt nicht.
  • Zwei-Wochen-Frist (§ 22 Abs. 4): Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist unwirksam, wenn die Tatsachen der kündigenden Seite länger als zwei Wochen bekannt sind.
  • Schadensersatz (§ 23): Wird die Ausbildung nach der Probezeit vorzeitig gelöst, kann Schadensersatz in Frage kommen. Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach Ende des Ausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird.

Selbst prüfen

Übungsfragen zu Probezeit und Kündigung in der Ausbildung (§§ 20, 22 BBiG)

Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.

Frage 1 von 4

Wie lange darf die Probezeit in einer Berufsausbildung höchstens dauern?

Frage 2 von 4

Nach der Probezeit will ein Betrieb einem Auszubildenden wegen schlechter Auftragslage mit vier Wochen Frist kündigen. Was gilt?

Frage 3 von 4Mehrfachauswahl

Welche Aussagen zur Kündigung nach § 22 BBiG stimmen?

2 Antworten richtig – wähle 2 aus

Frage 4 von 4

Ausbildungsbeginn 01.10.2026, vereinbart sind vier Monate Probezeit. Wann endet die Probezeit?

Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.

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