Zum Inhalt springen
AEVO-üben

Thema

Lernziele formulieren: Grob- und Feinlernziele, Lernzielbereiche, Lernzielstufen

Lernziele für die AEVO-Prüfung: Grob- und Feinlernziele, kognitiv, psychomotorisch, affektiv, Lernzielstufen und messbare Verben.
Stand 26.09.20262 Min. Lesezeit4 Übungsfragen

Darum geht es

Lernziele sind eine typische Fehlerquelle in beiden Prüfungsteilen. In der schriftlichen Prüfung musst du Lernziele einem Bereich zuordnen oder erkennen, welches Ziel messbar ist. Im praktischen Teil stehen deine eigenen Lernziele im Konzept – und im Fachgespräch fragt der Ausschuss, woran du erkennst, dass sie erreicht wurden.

Wer Lernziele sauber formulieren kann, gewinnt also doppelt: Punkte in der schriftlichen Prüfung und ein belastbares Konzept für die praktische.

Kernwissen: Grob- und Feinlernziele

Ein Groblernziel beschreibt das Ergebnis einer Lerneinheit allgemein, etwa: „Die Auszubildende prüft eine Lieferung selbstständig.“ Feinlernziele zerlegen es in beobachtbare Schritte.

Ein gutes Feinlernziel hat drei Teile:

  • Verhalten: ein beobachtbares Verb wie nennen, berechnen, montieren, prüfen, begründen.
  • Bedingungen: womit oder unter welchen Umständen, zum Beispiel „mit Hilfe des Lieferscheins“.
  • Maßstab: woran der Erfolg gemessen wird, etwa Zeit, Fehlerzahl oder Genauigkeit.

Lernzielbereiche und Lernzielstufen

Der Rahmenplan unterscheidet Lernzielbereiche und Lernzielstufen. Üblich sind drei Bereiche:

  • kognitiv – Wissen und Denken: Prüfschritte nennen, eine Mängelanzeige begründen, einen Betrag berechnen,
  • psychomotorisch – Handgriffe und Bewegungen: einen Hubwagen sicher fahren, auf ±0,1 mm feilen, ein Kabel abisolieren,
  • affektiv – Einstellungen und Verhalten: Beschwerden sachlich annehmen, Sicherheitsregeln von sich aus beachten, im Team Rücksicht nehmen.
  • Innerhalb eines Bereichs gibt es Stufen vom einfachen zum anspruchsvollen Verhalten. Viele Lehrbücher nennen im kognitiven Bereich vier Stufen: wiedergeben, verstehen, anwenden, Probleme lösen. Die bekannte Taxonomie nach Bloom unterscheidet sechs Stufen.

So nutzt du Lernziele im Konzept

Im Konzept für den praktischen Teil hängen alle anderen Bausteine an den Lernzielen. Die Methode wählst du passend zum Lernzielbereich: Für einen Handgriff eignet sich die Vier-Stufen-Methode, für eine Haltung eher ein Gespräch oder ein Rollenspiel. Jede Phase im Ablaufplan sollte mindestens einem Feinlernziel dienen.

Am Ende steht für jedes Feinlernziel eine Kontrolle: eine Frage, eine Übungsaufgabe oder eine Beobachtung. Im Fachgespräch kannst du dann genau sagen, woran du den Lernerfolg erkannt hast.

Selbst prüfen

Übungsfragen zu Lernziele formulieren: Grob- und Feinlernziele, Lernzielbereiche, Lernzielstufen

Antwort anklicken – die Auflösung mit Erklärung erscheint sofort. Die Reihenfolge der Antworten ist gemischt.

Frage 1 von 4

Zu welchem Lernzielbereich gehört: „Der Auszubildende schneidet ein Rohr mit der Rohrsäge rechtwinklig ab“?

Frage 2 von 4

Zu welchem Lernzielbereich gehört: „Die Auszubildende begegnet Kundinnen und Kunden mit Beschwerden freundlich und sachlich“?

Frage 3 von 4Mehrfachauswahl

Welche Verben eignen sich für messbare Feinlernziele?

3 Antworten richtig – wähle 3 aus

Frage 4 von 4

Welche Angabe macht ein Feinlernziel überprüfbar?

Kein offizielles Angebot der Prüfungsstellen. Übungsfragen eigener Erstellung. Rechtsstand 26.09.2026.

Verwandte Themen

10 Fragen kostenlos